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"Sollen wir auf unserer Webseite gendern? Und wenn ja, wie genau?“

Dieser Frage begegnen wir laufend. Bei vielen unserer Kundinnen und Kunden wächst die Unsicherheit – und Webprojekte und Kampagnen werden durch lange interne Gender-Entscheidungsprozesse teilweise unnötig in die Länge gezogen. Viele Unternehmen entscheiden sich dann für die bekannten Genderzeichen. Aber ist das die richtige Lösung?  

Die meisten unserer Kunden, die uns bei Strategiegesprächen diese Frage stellen, denken dabei primär an ihre Außenwirkung, an die Zielgruppe, die angesprochen werden soll. Das ist ja auch richtig! Aber wir haben noch eine weitere Brille auf, direkt hinter der Kundensicht: Und das ist die Google-Brille !

Es stellt sich also die Frage: Was hält der Suchmaschinen-Riese eigentlich vom Gendern? Und wie verträgt sich das Gendern mit einer fundierten Suchmaschinenoptimierung? Genau hier wird der Einsatz von Genderzeichen nämlich zum Problem.

Wir haben bei vielen unserer SEO-Kunden verglichen, haben Rankinganalysen erstellt und die Lesbarkeit von Texten ausgewertet. Das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Eine richtig fundierte Suchmaschinenoptimierung kann durch den Einsatz der Genderzeichen ausgebremst werden.

 Es ist zwar davon auszugehen, dass Google die Bewertung der Zeichen in naher Zukunft anpassen wird, derzeit steht aber noch außer Frage, dass es Probleme geben kann, wenn in SEO-relevanten Texten Genderzeichen verwendet werden.

Ein Beispiel: Eine Praxis möchte mit dem Suchbegriff „Zahnarzt in Bremen Oberneuland“ auf den ersten Plätzen der großen Suchmaschinen erscheinen. Es werden entsprechende SEO-Maßnahmen umgesetzt. Die Praxis hat sich bei ihren Texten für den Einsatz von Genderzeichen entschieden. Das Problem ist jetzt, dass Google beispielsweise das „Binnen-I“ nicht als Genderzeichen erkennt. Wenn in den Texten diverse Male auf die hervorragenden „ZahnärztInnen“ der Praxis hingewiesen wird, erkennt Google tatsächlich NUR die weibliche Form. Die Crawler können das sehr relevante Keyword „Zahnarzt“ nicht als solches erkennen.

Die männliche Form hat zudem immer noch meistens ein deutlich höheres Suchvolumen als die weibliche Form. Da der Wettbewerb in diesem Fall sehr stark ist, wird die Praxis es so vermutlich schwer haben, ihr Sichtbarkeitsziel zu erreichen. Als SEO-Experte muss dieser Fall dann also folgendermaßen bewertet werden: Thema verfehlt. Setzen. Sechs.    

Mit den anderen Genderzeichen – dem Doppelpunkt oder dem klassischen „/-„ verhält es sich ähnlich ungünstig. Auch diese Zeichen sind im Rahmen einer Suchmaschinenoptimierung absolut nicht zu empfehlen.  

Fakt ist: Google hat ohnehin Nachholbedarf bei der Verarbeitung geschlechtsspezifischer Begriffe. Derzeit hat etwa eine selbstständige Maklerin, die in Eppendorf tätig ist, mit ihrer Webseite einen Nachteil. Sie hat kaum eine Chance, in der Suche ganz oben zu erscheinen, wenn ein potenzieller Kunde (oder eine potenzielle Kundin 😉 ) nach dem männlichen Suchbegriff „Makler in Hamburg Eppendorf“ sucht. Die Zahl derer, die nach einer „Maklerin in Eppendorf“ suchen, ist bei Weitem geringer. Was also soll die Unternehmerin tun? Sich selbst als „Makler“ bezeichnen, um bessere Rankings zu bekommen? Da muss Google definitiv noch nachbessern!

Wie lautet also letztlich der SEO-Tipp, wenn es um das Thema Gendern geht? Wer auf seiner Webseite gendert, sollte auf jeden Fall die Finger von Genderzeichen lassen und einen anderen Weg wählen, wenn er gute Positionierungen anstrebt!